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MOTION FASZINATION
Mit farbigen Impulsen gegen Demenz
An Farben und Formen, Töne und bekannte Melodien erinnern sich demente Menschen viel länger als an Wörter und Begriffe. Vorallem das Kurzzeitgedächtnis lässt allmählich nach. Weitere Störungen treten bei der Wortfindung, beim Rechnen oder in der Raum- wahrnehmung auf.
Helle warme Farben, also Orange, Rot, und Gelb, werden viel besser erkannt als Farben Blau oder Grün. Ideale Kombinationen sind: helles Gelb auf dunklem Blau, dunkles Rot auf hellem Grün. Bei einfarbigen Bildern werden keine Kontraste mehr wahrgenommen. Die im Langzeitgedächtnis gespeicherten Grundformen spielen aber zur Orientierung eine wesentliche Rolle. Der Kreis, das Dreieck und das Quadrat sind auch bei fortgeschrittener Demenz noch immer präsent. Musik vermag diese Menschen meistens in ihren Kindheitsemotionen zu berühren. Bei bekannten Volksliedern staunen die Angehörigen oft, wie viele Strophen noch präsent sind, wie der Kranke aufblüht und wie gern er auf Anregung oder mit Begleitung singt. Die Erinnerung an ganz früher ist lebendiger als die eben zurückgelegte Zeit. Hauptsächlich aber lebt der verwirrte Mensch in der Gegenwart, die Zukunft hat keine Bedeutung.
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